Badminton-LED-Lampe
Von der Idee zur Umsetzung in 3 Tagen: das ist eine Wochenendbastelei! Nur eine Sache war von vornherein klar: es sollte etwas mit meiner neuen Lieblingssportart zu tun haben!
Beim abendlichen Stöbern auf AliExpress bin ich auf "LED-Filamente" gestoßen: das sind ca. 4cm lange, zahnstocherdicke, leuchtende Stäbchen, erhältlich in verschiednen Farben. Und nach ca. 1 Woche lagen sie plötzlich in meinem Briefkasten... Ich weiß gar nicht, wie die da zufällig hingekommen sein könnten? 🤭
Nachdem ich meinen Zuckervorrat in der Küche aus dem gläsernen Behältnis in eine Tupperdose umgefüllt habe, waren auch schon alle Zutaten bereit:

Die Zutaten für das Projekt:
- 1200ml Aufbewahrungsglas,
- 5g Federball,
- 12 LED-Filamente,
- 1 kleine Prise Elektronik
- Kleinkrams nach Gefühl 😉
So ganz planlos wollte ich aber doch nicht loslegen: also habe ich das Projekt als Anlass für eine CAD-Übungsrunde geommen. (Fun Fact: Das Erstellen des Modells hat letztlich wesentlich länger gedauert, als es dann tatsächlich aufzubauen. Aber ich habe mal wieder sehr viel über FreeCAD und dessen Funktionsweise gelernt und beim nächsten Mal geht's bestimmt schneller!)
Mein Design-Konzept (Man kann ja mal ein bisschen übertreiben...) sieht ein Szenario vor, das den Federball im Anflug auf das Spielfeld darstellt. Auf dem Boden befinden sich natürlich die typischen Linien des Badminton-Feldes, mit dem "T" in der vorderen Mitte. Der Federball "fliegt" dann durch einen leuchtenden Ring, der beim echten Spiel natürlich nicht existiert. Aber irgendwo muss ja das Licht herkommen. 😄

Das Modell ist also fast fertig - lediglich die "Halterungen" für die LEDs musste ich noch improvisieren: dazu habe ich einfach zurechtgebogenen Kupferdarht verwendet: so ist alles leicht anpassbar und dennoch stabil, und die elektrisch leitfähige Verbindung ist auch direkt hergestellt. Weißer Draht hätte wahrscheinlich besser ausgesehen, aber den hab ich leider nicht... Während der 3D-Drucker mit dem Unterteil beschäftigt war, habe ich den oberen Teil verlötet und ausgerichtet.

Bleiben nur noch 2 Sachen:
- Die Basis schöner machen. Dazu habe ich das gedruckte Teil mit (nassem) Sandpapier ordentlich geschliffen, um die Layer-Linien möglichst vollständig loszuwerden. Danach eine Schicht Kunststoff-Grundierung und schon konnte die "knochenweiße", matte Farbe dran! Definitiv schöner als das kaltweiße PETG-Filament, aus dem es besteht.
- Den Schwerpunkt korrigieren. Durch das Glas ist der Schwerpunkt der Lampe ziemlich weit oben, dadurch kann sie leichter umkippen. Um das zu verhindern, habe ich das Unterteil mit "Stahlgranulat" befüllt, um mehr Gewicht hinzuzufügen. Macht so auch einen wesentlich wertigeren Eindruck. ;) Damit das Zeug da bleibt wo es ist und beim Bewegen auch nicht raschelt, habe ich es noch mit Epoxidharz übergossen.

...und schon ist die Lampe fertig! 🥳

Zum Schluss noch ein paar technische Infos für die Nerds: die Stromversorgung erfolgt über USB-C PD mit 12V, dazu kommt ein kleines PD-Triggerboard zum Einsatz. Jedes LED-Filament hat einen Spannungsabfall von ca. 2.8V bei 40mA, die grünen etwas weniger, damit sie nicht so hell leuchten. Das 8-Eck besteht aus 2x 4 LEDs in Reihe, während die "Feldlinien" durch 4 LEDs in Serie dargestellt werden. Für die artgerechte Versorgung der LEDs kommen also 3 entsprechend eingestellte Konstantstromquellen zum Einsatz, die zusammen mit dem PD-Triggerboard und dem Schalter im "Fundament" untergebracht sind.